Schattenarbeit
Jeder Mensch hat einen Schatten. Er entsteht aus dem, was im eigenen Leben keinen Platz finden durfte, aus dem, was man nicht fühlen wollte oder nicht fühlen konnte. Dieser Schatten ist kein Fehler aber eine Last. Er ist ein Teil des Menschen – von ihm selbst entworfen, getragen und mitgeführt.
In der Schattenarbeit wird dieser Teil sichtbar. Die inneren Bilder zeigen, was im Verborgenen wirkt und welche Anteile gesehen werden wollen. Ein unsichtbares Drama, etwas, das schon lange da ist und darauf wartet, in die Wahrnehmung kommen zu dürfen.
In der therapeutischen Arbeit entsteht ein Rahmen, in dem dieser Schatten leichter zu bearbeiten ist als allein. Die Struktur, die Präsenz und die klare Haltung schaffen einen Raum, in dem der Mensch seinem Inneren begegnen darf, ohne sich darin zu verlieren. Schritt für Schritt wird sichtbar, was wirkt. Und Schritt für Schritt entsteht Klarheit.
Schattenarbeit führt den Menschen zu sich selbst. Sie bringt ans Licht, was ihn unbewusst lenkt, und öffnet den Zugang zu dem, was in ihm wahr ist.
Schattenarbeit in meiner Praxis
In meiner Praxis in Frankfurt am Main entsteht ein geborgener Raum, in dem diese Arbeit getragen ist: von Klarheit, von Genauigkeit und von einer Haltung, die den Menschen annimmt. Schattenarbeit ist ein natürlicher Teil der inneren Bilder. Sie zeigt, was gesehen werden will – und sie zeigt es in einer Form, die bearbeitbar wird.
Seit über 20 Jahren arbeite ich in dieser Linie. Die Schattenarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Münchener Schule und der Weg, auf dem der Mensch sich selbst begegnet.
Die Rolle der Mann‑Frau‑Konstellation
Schattenarbeit entfaltet ihre Tiefe, wenn zwei Therapeuten gemeinsam halten: ein Mann und eine Frau. Diese Konstellation schafft eine innere Spannung, die bestimmte Reaktionen erst sichtbar macht. Sie öffnet Räume, die sonst verschlossen bleiben würden.
In Frankfurt ist diese Form der Arbeit heute noch möglich. Hier lebt die Linie der Münchener Schule weiter – in ihrer Klarheit, ihrer Haltung und aus der Liebe unseres Herzens.